Fragebogen David Frühauf

Heute stellt sich David Frühauf unseren 10 Fragen.

1. Welchen Einfluss hat Berlin auf deine Arbeit?

Ob Berlin einen Einfluss auf die Arbeit selbst hat, lässt sich schwer sagen, doch hat die Stadt mir beigebracht, offener zu sein, stärker auf die Umwelt zu achten, sowohl die unmittelbare als auch die weit entfernte.

2. Was gefällt dir an Berlin? Was nervt dich?

Die Enge und die Weite, beides gleichermaßen.

3. Wie nimmst du die Literaturszene in Berlin wahr?

Eine vielfältige, wenn auch überschaubare und manchmal sogar beängstigend kleine Szene.

4. An welchem Projekt arbeitest du gerade?

Es geht um Raupen, Neutrinos, Finanzwirtschaft und Angst.

5. Wie bringst du dich für dein Schreiben in Stimmung? Welche Ressourcen, welche Schreibumgebung, -atmosphäre benötigst du?

In den Worten Reinhart Priessnitz’: »- lage?/ – nebel!/ – leben?/ – egal!«, oder etwas weniger bildungsbürgerlich: zwischen Büchern, Tassen, Zetteln und Stiften, über den Laptop gebeugt, im Internet, am Schreibtisch, in der Bibliothek oder zu Hause.

6. Wie entwickelt sich ein literarischer Text bei dir?

Langsam, ganz langsam, eine Akkumulation von Ideen, Zitaten, egal ob Dramatik, ob Prosa, ein jedes Wort wird sorgfältig abgewägt, meistens aber schnell wieder verworfen.

7. Wieviel Zeit verbringst du pro Woche mit deinem Schreiben, und bist du damit zufrieden?

Ich bin unsicher, wie viele Stunden, zufrieden bin ich jedoch kaum je.

8. Welche aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigen dich gerade? Und haben sie Auswirkungen auf dein Schreiben?

U.a. der internationale (hier v.a. der europäische) Rechtsruck und das gleichzeitig zunehmende öffentliche wie private Unvermögen (bzw. der Unwille), eine Zukunft zu gestalten, geschweige denn zu denken, die mehr ist als Angst und bloße Konservierung prekärer Gegenwart.

9. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Durchs Lesen, denke ich.

10. Wie nutzt du das Internet und Social Media-Plattformen für dein Schreiben und als Präsentationsort?

Das Internet als Recherchemedium, Social Media als Ablenkung.